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...bis zum 31. Dezember 2011
 

  Rettungspaket EU-Kommission


Chef der EU-Kommission Barroso schlägt Konjunkturpaket von 1,5 % des EU-BIP vor

Aus der internationalen Finanzkrise ist eine internationale Wirtschaftskrise geworden. Um die Folgen abzumildern will die EU-Kommission ein Konjunkturpaket mit einem Umfang von rund 200 Milliarden Euro beschliessen. Das entspricht etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU.

Was EU-Diplomaten in Brüssel von den Dächern pfiffen, hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso jetzt bestätigt. Danach soll ein Konjunkturpaket in einem Umfang von 1,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Gesamtheit der Länder der Europäischen Union (EU) vorgeschlagen werden. 170 Mrd. (ca. 80 %) davon sollen aus nationalen Haushaltsmittel und die verbleibenden 30 Mrd. Euro (ca. 20 %) aus EU-Mittel finanziert werden, wobei sich die EU und die Europäische Investitionsbank (EIB) ihren Teil nahezu zu gleichen Teilen gemeinsam erbringen.

Allerdings steht noch die Annahme von den 27 EU-Kommissaren aus. Anfangs sei nur von 130 Mrd. Euro die Rede gewesen. Doch Kommissionspräsident äußerte sich später dahingehend, dass das Paket als „außergewöhnliche Antwort“ auf eine „außergewöhnliche Krise“ zu verstehen sei.

Um das Paket auf die Beine zu stellen und die Folgen der drohenden Wirtschaftskrise zu mildern, nimmt die EU-Kommission auch einen Anstieg der staatlichen Haushaltsdefizite in Kauf. Sofern in deren Folge einzelne Mitgliedsstaaten die Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts überschreiben, soll der vor drei Jahren reformierte Stabilitätspakt flexibel angewendet werden.