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...bis zum 31. Dezember 2011
 

  Chronologie der Ereignisse ab 2007, die
die Welt erschüttern


Die Ereignisse nahmen 2007 ihren Lauf und begannen mit Alarm-Glockenklang an der Wall Street in New York: Zwei Hedgefonds der Investmentbank Bear Stearns kollabierten, weil sie mit Papieren gehandelt hatten, die durch Subprime-Hypotheken besichert waren. Das folgende Geschehen wird in die Weltgeschichte als „Subprime-Krise“ eingehen und droht, ganze Volkswirtschaften zu Grunde zu richten.

Hier finden Sie die Chronologie der fragwürdigen internationalen Finanzkrise, der diese Homepage ihre unfreiwillige Daseinsberechtigung verdankt. Wir beginnen mit den jüngsten Ereignissen:


22. Oktober 2008
Bayerns Finanzminister Erwin Huber kündigt in der Folge der Bekanntgabe des Milliardenlochs bei der BayernLB seinen Rückzug aus der bayerischen Landesregierung an.

Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt durchsuchen Geschäftsräume der staatlichen Förderbank KfW. Gegen den Vorstand der KfW wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Die KfW hatte eine Millionenüberweisung an die bereits insolvente US-Bank Lehman Brothers vorgenommen und war dadurch in das Visir der Staatsanwaltschaft geraten.

21. Oktober 2008
Die BayernLB
 beantragt als erste deutsche Bank die Unterstützung aus dem Rettungspaket der Bundesregierung. Sie braucht 5,4 Milliarden Euro als Kapitalspritze. Weitere 700 Millionen Euro sollen vom Freistaat Bayern zur Kapitalerhöhung beitragen sowie 300 Millionen von den bayerischen Sparkassen.

20. Oktober 2008
Bundesregierung beschließt ein Rettungspaket für Deutschland. Die Rechtsverordnung zur Umsetzung des Banken-Rettungspakets knüpft die Gewährung von Hilfen an eine Reihe von Forderungen. Das Rettungspaket der Bundesregierung wird von der neu gegründeten Finanzmarkt-stabilisierungsanstalt auf. Sie verwaltet den Fonds, der die deutsche Finanzwirtschaft, und damit Deutschland, retten soll. Der frühere Chefvolkswirt der Bundesbank, Otmar Issing, soll die Expertenkommission zur Reform der internationalen Finanzmärkte leiten.

Bislang wurde wenig Interesse an der staatlichen Unterstützung gezeigt. Man fürchtet ein schlechtes Image, wenn Banken zeigen, dass sie Kapital benötigen.

Das Rettungspaket Schweden wird angekündigt. Es umfasst ein Volumen von rund 150 Milliarden Euro.

19. Oktober 2008
Nach Bekanntgabe des Rettungspakets der Bundesregierung kündigt die BayernLB als erste Bank Hilfeersuchen an.
Die Deutsche Börse AG verliert ihren Aufsichtsratschef, Kurt Viermetz. Er trat in der Folge der Hypo-Real-Estate-Krise zurück. Auch dort war er im Aufsichtsrat eingebunden.

18.0ktober 2008
Als erster Banker räumt Martin Blessing, Commerzbank-Chef, Versäumnisse auch der Bankenbranche und der Commerzbank ein. Man habe sich „wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert“ und Fehler gemacht.
Das sieht ein anderer Bank-Top-Manager anders: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann: „Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen“ zitierte der „Spiegel“ den Schweizer und sorgt für Groll mit der Bundesregierung.
Zur Diskussion der aktuellen Finanzkrise vereinbaren der scheidende US-Präsident Georg W. Busch, EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und der französische Präsident Nicolas Sarkozy mehrere Gipfeltreffen.

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17. Oktober 2008
Das Gesetz für das 480-Milliarden-Rettungspaket wird von Bundespräsident Horst Köhler unterschrieben. Bundestag und Bundesrat hatten zuvor zugestimmt.

16. Oktober 2008
Auch die Industrie soll Hilfe wegen der Finanzkrise erhalten. Das kündigt der EU-Gipfel an, ohne jedoch Form und Höhe zu nennen.

Die Wachstumsprognose wird von der Bundesregierung für 2009 von 1,2 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent reduziert.

Bund und Länder vereinbaren Details des Banken-Rettungspakets.

15. Oktober 2008
Die USA informieren die Öffentlichkeit über das größte Haushaltsdefizit ihrer Geschichte.

Im Bundestag verteidigt die Bundesregierung ihr 480-Milliarden-Rettungspaket.

Die EU-Kommission lockert die Bilanzierungsregeln für Banken. Die Garantien für Konteninhaber werden erhöht.

Vom EU-Gipfel wird der Plan der Euro-Länder gegen die Krise gebilligt.

14. Oktober 2008
Die US-Regierung wird sich mit bis zu 250 Milliarden Dollar an den Banken beteiligen. Darüber hinaus garantiert die Einlagensicherung FDIC für Kredite zwischen den Banken.

Noch keine Einigung zwischen Bund und Länder über ihre Beteiligung am Banken-Rettungspaket.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute senken ihre Wachstumsprognose. Wegen der Krise sei statt 1,4 nur noch mit 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum zu rechnen und sehen „Deutschland am Rande einer Rezession“

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13. Oktober 2008
Die Bundesregierung schnürt ein Rettungspaket für Banken mit einem Volumen von 480 Milliarden Euro. Mit dieser Summe bürgt der Staat für Kredite von Banken untereinander. Darüber hinaus werden weitere 80 Milliarden Euro für eine Beteiligung des Staates am Eigenkapital der Banken bereitgestellt.

Andere europäische Staaten beschließen ebenfalls milliardenschwere Rettungs- und Stützungspakete für deren Finanzsektor: Frankreich, die Niederlande, Österreich und Spanien.

12. Oktober 2008
Mitgliedsländer der Eurozone auf Sondergipfel: Sie einigen sich auf gemeinsame Regeln für nationale Rettungspläne für die Rettung des Finanzsektors, um Zusammenbrüche wie bei Lehman Brothers zu verhindern.

10. Oktober 2008
Die G7-Finanzminister beschließen einen gemeinsamen Aktionsplan. Damit beschließen die sieben führenden Industrienationen, die internationale Finanzkrise gemeinsam zu bewältigen.

Die rasante Talfahrt der Aktienwerte setzt sich an den Börsen unvermindert fort. Der DAX liegt im Tagesverlauf um mehr als zehn Prozent im Minus.

09. Oktober 2008
Obwohl die Leitzinsen wiederum gesenkt wurden, setzt sich die Talfahrt an allen internationalen Börsen fort.
Zum ersten Mal seit 2003 schließt der Dow Jones Indes mit einem Minus von mehr als sieben Prozent bei unter 9.000 Punkten.

Der Deutsche Aktienindex DAX rutscht deutlich unter 5.000 Punkte.

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08. Oktober 2008
Großbritannien beschließt ein Hilfspaket mit einem Gesamtvolumen von 500 Milliarden Pfund für ihre Finanzinstitute. Gleichzeitig werden die größten Banken des Landes teilverstaatlicht.

07. Oktober 2008
Die EU-Finanzminister beschließen, den Markt zu beruhigen und garantieren europaweit Spareinlagen von mindestens 50.000 Euro.
Systemrelevante Finanzinstitute sollen unterstützt werden, um einen „Dominoeffekt“ wie bei Lehman Brothers zu verhindern.

06. Oktober 2008
Der Deutsche Aktienindex DAX stürzt ab: mehr als sieben Prozent.
Den höchsten Tagesverlust eines einzigen Tages in seiner Geschichte verzeichnet der amerikanische Dow Jones Index: er verliert zwischendurch mehr als 800 Punkte. Trotz Erholung landet der Dow Jones am Ende unter 10.000 Punkten.

Island droht der Staatsbankrott und stellt das Bankenwesen unter staatliche Kontrolle.

05. Oktober 2008
Auf Druck der Bundesregierung wird gemeinsam mit der Finanzbranche ein erweitertes Rettungspaket für die Hypo Real Estate Bank beschlossen. Damit werden zusätzlich zum vereinbarten Bürgschaftsrahmen der Bundesregierung von 35 Milliarden Euro weitere 15 Milliarden Euro von der Finanzbranche gewährt. Außerdem stellt die Bundesregierung eine staatliche Garantie für alle private Spareinlagen in Aussicht.

04. Oktober 2008
Die Hypo Real Estate gibt bekannt, dass die Banken ihre Zusagen zurückgezogen haben, die in einem gemeinsamen Rettungspaket mit der Bundesregierung ausgehandelt wurden. Das DAX-Unternehmen kämpft ums Überleben.

03. Oktober 2008
US-Senat und Repräsentantenhaus stimmen dem geänderten Rettungsplan für die Banken zu und US-Präsident George W. Busch unterschreibt das Gesetz.

Der Finanzkonzern Fortis wird teilverstaatlicht. Die Niederlande übernehmen Teile für 16,8 Milliarden Euro.

01. Oktober 2008
Nachdem der Rettungsplan für die US-Banken vom US-Senat gebilligt wurde, werden zusätzliche 100 Milliarden Dollar für Hausbesitzer und Unternehmen vorsieht.

Die EU-Kommission reagiert auf die Finanzkrise und legt Pläne für eine Beschränkung von Kreditverkäufen und eine stärkere Regulierung des Finanzsektors vor.

29. September 2008
Der Kompromiss zum 700-Milliarden-Rettungsplan wird vom US-Repräsentantenhaus überraschend abgelehnt.

Die deutsche Bundesregierung gewährt dem DAX-Unternehmen Hypo Real Estate umfangreiche Kreditbürgschaften.

28. September 2008
Die Verhandlungen im US-Kongress, an dem Demokraten und Republikaner zur Gestaltung des Rettungsplans beteiligt waren, erzielen einen Durchbruch.

Der US-Senat bewilligt 25 Milliarden Dollar für die schwächelnde US-Automobilbranche. Die Automobilkrise nimmt ihren Verlauf.

26. September 2008
Die Washington Mutual wird unmittelbar vor dem Zusammenbruch von JPMorgan übernommen. Damit ist die größte Sparkasse der USA der Finanzkrise zum Opfer gefallen.

Das weltgrößte Unternehmen und Europas größte Bank, die HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation), streicht wegen der Finanzkrise 1.100 Stellen.

25. September 2008
Die US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain werden vom scheidenden US-Präsidenten George W. Bush zu einem Krisentreffen ins Weiße Haus nach Washington eingeladen. Das Treffen endet ergebnislos.

Auf der anderen Seite des großen Teichs gibt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück eine Regierungserklärung zur Finanzkrise ab.

24. September 2008
Die CDU/CSU will die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) der Bankenaufsicht unterstellen.

In Amerika wird der Rettungsplan über 700 Milliarden Dollar scharf kritisiert. Im Bankenausschuss monieren die Demokraten, es gebe „keinen Plan B“ und der Republikaner Bunning nennt das Paket „unamerikanisch“.

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22. September 2008
Ein historischer Tag in Amerika: das 75 Jahre alte Modell der unabhängigen Investmentbanken ist beendet. Goldman Sachs und Morgan Stanley geben als letzte verbliebene Institute ihren Sonderstatus auf und werden zu gewöhnlichen Geschäftsbanken degradiert.

20. September 2008
Deutschland hemmt ein wichtiges Spekulationskalkül und untersagt Leerverkäufe von elf im DAX und MDAX gelisteten Finanz-Aktien. Dem Beispiel folgen weitere Länder.

Um faule Kredite aufkaufen zu können, wird in den USA ein Rettungspaket mit 700 Milliarden Dollar ausgestattet.

19. September 2008
Durch die Ankündigung eines Rettungspakets für die Finanzbranche durch die US-Regierung wird eni Kursfeuerwerk an den Börsen ausgelöst.

Wetten auf sinkende Aktienkurse (so genannte Leerverkäufe) werden von den USA und Großbritannien untersagt.

18. September 2008
Die Zentralbanken pumpen weltweit frische Milliarden in die Märkte.
Die kriselnde HBOS (Halifax Bank Of Scotland) wird von der britischen Großbank Lloyds TSB übernommen.

Die zweitgrößte US-Investmentbank Morgan Stanley nimmt Fusionsverhandlungen mit dem US-Finanzkonzern Wachovia auf. Ende September wird sich die japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial Group mit 9 Milliarden US$ (21 Prozent) bei Morgan Stanley beteiligen und dafür Vorzugsaktien erhalten. Dagegen gerät Wachovia selbst in den Strudel der Finanzkrise. Am 29. September 2008 wurde mitgeteilt, dass das Bankgeschäft von Wachovia verkauft werden soll.  Das Unternehmen soll laut einem Bericht des Wall Street Journal zwischen den beiden Kaufinteressenten Citigroup und Wells Fargo zerschlagen werden.

17. September 2008
Der amerikanische Versicherer AIG kann nur mit einem Kredit über 85 Milliarden Dollar durch die US-Notenbank gerettet werden.

16. September 2008
Die Weltbörsen gehen weiter auf Talfahrt. Notenbanken müssen fast 150 Milliarden Euro in den Geldmarkt pumpen.

AIG, amerikanischer Versicherungsriese, gerät durch Milliardenverluste in akute Kapitalnot.

15. September 2008
Diesmal ist es ein „schwarzer Montag“, denn Lehman Brothers muss Insolvenz anmelden, sein Konkurrent Merrill Lynch wird von der Bank of America übernommen.

Der Dow Jones meldet den stärksten Tagesverlust seit den Anschlägen vom 11. September 2001.

06. September 2008
Fannie Mae und Freddie Mac, beides US-Hypothekengiganten, werden unter staatlicher US-Kontrolle gestellt.

März 2008
Auf Druck der US-Notenbank und unmittelbar vor dem Zusammenbruch wird das Investmenthaus Bear Stearns an die Großbank J.P. Morgan Chase, drittgrößtes Kreditinstitut der USA und traditioneller Partner der Fed in Notsituationen, für geringe 236 Millionen Dollar verkauft – ein Vielfaches unter dem Marktwert. Damit zahlte J.P. Morgan etwa zwei Dollar pro Aktie gegenüber 30,85 vom vorangegangenen Freitag (14. März 2008).
Der Vertrag wird durch Garantien der US-Regierung gestützt. Die amerikanische Zentralbank Fed sagte Sonderfinanzierungen in Höhe von 30 Milliarden Dollar zur Absicherung des Schuldenbergs von Bear Stearns zu.

14. März 2008
Zum Börsenschluss notierte die Bear Stearns Aktien noch 30,85 Dollar. Davor waren die Anteile bereits um knapp die Hälfte im Wert gefallen.

Februar 2008
In Amerika wird ein Konjunkturprogramm vom US-Kongress gebilligt. Das Programm umfasst 150 Milliarden Dollar, denn angesichts der seit zwei Jahren fallenden Häuserpreise und der daraus entstandenen Krise um Immobilienkredite sorgt sich die US-Regierung um einen Einbruch der Konjunktur.
Der Plan sieht unter anderem einmalige Steuerrückzahlungen von bis zu 600 Dollar für Millionen Bürger vor. Unternehmen sollen finanzielle Anreize für Investitionen erhalten. Der Senat ergänzte diese Maßnahmen unter anderem um Steuererleichterungen für Menschen mit niedriger Rente und Armeeveteranen.

21. Januar 2008
Nach einer Krisensitzung bei der WestLB, drittgrößte Landesbank Deutschlands, vereinbaren die Eigentümer eine Kapitalspritze von zwei Milliarden Euro. Das Unternehmen war unter anderem durch die US-Finanzkrise und daraus resultierende Verluste in wirtschaftliche Schieflage geraten.

Oktober 2007
Große Finanzhäuser in aller Welt melden Milliardenabschreibungen und hohe Verluste.

September 2007
Die britische Bank Northern Rock wird gestürmt. Besorgte Kunden wollen ihr Geld zurück haben. Die Bank von England garantiert die Einlaugen und die Bank Northern Rock wird verstaatlicht.

Juli + August 2007
Die Mittelstandsbank IKB, die Sachsen LB, die West LB und die BayernLB geraten wegen der Fehlspekulationen am US-Immobilienmarkt in die Krise.

26. August 2007
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) teilt mit, dass sie die SachsenLB zum 01. Januar 2008 übernehmen wird. Als Soforthilfe wird die LBBW Eigenkapital in Höhe von 250 Millionen Euro nach Sachsen überweisen.

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