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...bis zum 31. Dezember 2010
 

  Internationale Finanzkrise 2009
    Berichte, Fakten, Hintergründe





Internationale Finanzkrise Wirtschaftskrise 2009Montag, 9.2.2009, Hamburg/Kiel
HSH Nordbank braucht weitere Kapitalspritze in Milliardenhöhe.

Dazu berichtet das "Handelsblatt", es würde intensive Verhandlungen mit ihren Anteilseignern geben. Die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg gelten als Hoffnungsträger. Sie besitzen gemeinsam knapp 60 Prozent an der Bank. Wenn das Geld auf diese Weise zusammenkäme, könnte man einen Gang zum Bankenrettungsfonds des Bundes, Soffin, vermeiden und er könne außen vor bleiben, hieß es in informierten Kreisen.

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Zeigen Sie der Krise die Zähne



Montag, 09.02.2009, Berlin
Glos setzt Union unter Zugzwang - Merkel und Seehofer einig

Mitten in der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise hat der Bundes-wirtschaftminister das Handtuch geworfen. Nachfolger wird Karl-Theodor zu Guttenberg.

Am Sonntagabend, 8.2.2009, hatten sich der bisherige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) mit dem Parteivorsitzenden der CSU, Horst Seehofer, darauf verständigt, dass Glos auf eigenem Wunsch aus dem Kabinett ausscheidet. An dem Gespräch in der Münchener Staatskanzlei nahm auch der Berliner CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer teil. Am Montag wurde dann die Bundeskanzlerin gebeten, ihn beim Bundespräsidenten zur Entlassung vorzuschlagen. Am Dienstag, 10.2.2009, erhält von Guttenberg die Ernenn-ungskurkunde.

weitere Informationen:
N24



Montag, 09.02.2009, Berlin

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD):
"Jetzt keine Dividenden zahlen"

Statt Dividendenzahlungen mögliche Gewinne in den Erhalt von Arbeitsplätzen investieren.

Das war die Botschaft des Bundesfinanzministers, der sich ähnlich äußerte wie der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeiner. In erster Linie gehe es jetzt darum, in dieser Finanzkrise Arbeitsplätze zu erhalten und nicht Aktionäre zu befriedigen. Beide forderten die Unternehmen Angesichts der Wirtschaftskrise auf, keine oder zumindest geringere Dividenden auszuschütten und Gewinne stattdessen in Rücklagen fließen zu lassen.

Weitere Informationen:
Die Welt
Badische Zeitung

 



Montag, 09.02.2009, Herzogenaurach

Schaeffler-Familie will ihr Vermögen verkaufen


Schaeffler-Familie verteidigt die Bitte nach einer zeitlich begrenzten staatlichen Unterstützung.

Man sei bereit, sich von Teilen des Vermögens zu trennen und den Erlös die Verschuldung des Unternehmens zu reduzieren, so Maria-Elisabeth Schaeffler in einer Stellungnahme. Diese Finanzkrise sei in ihrem Umfang nicht vorhersehbar gewesen und somit sei es nicht gelungen, Investoren zu finden. Daher gehe es nur um eine zeitlich befristete Überbrückung in einer besonderen Ausnahmesituation für ein Unternehmen, das im Kern gesund sei. Das sind völlig neue Töne des sonst auf Diskretion und Zurückhaltung bedachten Familienunternehmens

Weitere Informationen:
Süddeutsche Zeitung
Financial Times Deutschland



07.02.2009, Wolfsburg / München
Autoindustrie stürzt weiterhin weltweit ab


Die Talfahrt geht unvermindert weiter: Alle großen Autohersteller vermelden weltweit Verluste.

Ob Volkswagen, BMW, Daimler Benz oder Audi - überall brechen die Absatzzahlen im Januar ein. Selbst der japanische Autoriese Toyota beklagt ungewohnt Milliardenverluste. Lediglich in Deutschland läuft das Geschäft Dank der Abwrackprämie besser und gibt der Branche somit einen Hoffnungsschimmer. Bislang sind bereits 17.500 Anträge von insgesamt knapp 600.000 möglichen Auszahlungen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen, hieß es.

Weitere Informationen:
Badische Zeitung

Doch auch in der Wirtschaftskrise gibt es Hoffnungsschimmer: So steigt das Image der Marke Opel deutlich, während gerade Marken wie Daimler böse gebeutelt sind:

Weitere Informationen:
Wirtschaftswoche



06.02.2009, Seoul

Gläubigerschutz für Autofirma SsangYong


In Finanznot geratener südkoreanischer Spezialautohersteller für Geländewagen bekommt eine Chance

Nach Medienberichten hat der kleinste der koreanischen Autohersteller als Folge der internationalen Finanzkrise Gläubigerschutz beantragt. So hat das Zentralbezirksgericht in Seoul entschieden, einen Antrag auf Schutz vor seinen Gläubigern anzunehmen. Als Folge veriert die chinesische Shanghai Automotive Industriy Corp. (SAIC) als Mehrheitseigner die Managementkontrolle über den Autohersteller. Allerdings behalten die Chinesen ihre Anteile von 51 Prozent.

Dem Geländewagenspezialisten SsangYong ging das Geld aus. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang von knapp 30 Prozent verbucht. Noch 2008 verkaufte SsangYong insgesamt knapp 93 000 Fahrzeuge. Die Marke hatte sich bereits im Herbst 2007 ein zweites Mal vom deutschen Markt zurückgezogen

Weitere Informationen:
Auto, Motor und Sport



06.02.2009, Heidenheim

Anlagenbauer Voith will weltweit rund 900 Stellen abbauen


Auch die Papierindustrie ist in der Krise. Anlagenbauer Voith will daher krisenbedingt Stellen abbauen und soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, so ein Sprecher. So sollen Stellen durch Wechsel innerhalb des Konzerns erhalten bleiben, aber auch durch Frühpensionierungen sowie freiwillige Abfindungen.

Weitere Informationen:
Handelsblatt



06.02.2009, Berlin

Krise in der Zeitarbeitsbranche: um 10 Prozent geschrumpft

Nach Auskunft vom Bundesvergand Zeitarbeit (BZA) schrumpfte die Zahl der Beschäftigten Dezember 2008 im Vergleich zu November um fast zehn Prozent. Damit sind nur noch rund 650 000 Menschen in dieser Branche beschäftigt. Das entspricht einem Minus von rund 150 000 weniger als im Juli. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Branche mit rund 800 000 Beschäftigten ihren Höchststand erreicht. Gegenüber damaligen drei Prozent sozialversicherungspflichtig Beschäftigter Zeitarbeiter schrumpfte der Anteil auf unter 2,5 Prozent. Auch für das erste Halbjahr 2009 wird von den befragten Unternehmen von einem weiterhin abflauenden Zeitarbeitsmarkt ausgegangen. Besonders betroffen sind Jobs in den Regionen, in denen überwiegend Autobauer sowie Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie angesiedelt sind.

Weitere Informationen:
Wirtschaftswoche



06.02.2009, München

Epcos hat auf die Wirtschaftskrise reagiert und weltweit 4100 Stellen abgebaut

Epcos ist Spezialist für elektronische Bauelemente und hat als Folge der Automobilkrise fast ein Fünftel seiner Arbeitsplätze abgebaut

Der Stellenabbau von weltweit rund 4100 Stellen hat mit 300 Stellen auch München erwischt. Grund war vor allem der Einbruch der Umsätze von 45 Prozent in der Auto-Elektrik. Das brachte unter dem Strich einen Verlust von 29,8 Millionen Euro. Noch im Vorquartal war ein Gewinn von 8,8 Millionen erwirtschaftet worden.
Außerdem fiel der Umsatz um 26 Prozent auf 282 Millionen Euro, weil viele Aufträge wegen der Drosselung ihrer Produktion vn Kunden entweder verschoben oder storniert worden seien. Statt mit weiterem Stellenabbau soll versucht werden, die Finanzkrise mit Kurzarbeit zu überstehen.

Weitere Informationen:
Nürnberger Nachrichten



06.02.2009, München

Millionenverluste plagen Infineon

Der inzwischen ebenfalls angeschlagene Halbleiter-Konzern Infineon meldet Absatzeinbruch um 28 Prozent

Als überwiegenden Grund für den Absatzeinbruch um 28 Prozent auf 830 Millionen Euro wird die Krise in der Autoindustrie genannt. Dadurch fiel unterm Strich ein Verlust von 404 Milionen Euro an. Auch die insolvente Speicherchiptochter Qimonda hat ihren Teil dazu beigetragen, dass nun zusätzliche Einsparungen erfolgen müssen und auch ein Abbau weiterer Stellen nicht mehr ausgeschlossen wird. Die Börse fand das gut und hat es mit einem Plus von fast zehn Prozent auf 80 Cent belohnt.
Auch bei diesen Verlusten wir darauf verwiesen, dass die Nachfrage wegen der Finanzkrise schneller eingebrochen sei, als eine Kostensenkung möglich wäre. Dennoch sei das Unternehmen in seiner Struktur gesund und man wolle jährlich 600 Millionen Euro sparen.

Weitere Informationen:
Focus Money



06.02.2009, Tokio

Toyota fährt erstmals in seiner Geschichte in die roten Zahlen

Voraussichtlich drei Milliarden Euro verlust durch die globale Absatzkrise

Die jahrelange Erfolgsgeschichte mit der Vermeldung immer neuer Absatzrekorde geht für den weltweit größten Autobauer Toyota jäh zuende und ist von der Wirtschaftskrise stärker betroffen als ursprünglich gedacht. So wurde vom Konzern zum dritten Mal in kurzer Zeit die Prognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr zusammengestrichen. Man rechnet erstmals seit der Veröffentlichung von Nettoergebnissen im November 1963 mit roten Zahlen. Nach Firmenangaben dürfte der Verlust etwa 350 Milliarden Yen (etwa drei Milliarden Euro) betragen. Ein Jahr vorher hatte der Autohersteller aus Tokio noch 1,72 Billionen Yen erwirtschaftet, doch dann bremste der Zeitraum von Oktober bis Dezember alle Firmenplanungen aus. Damit fiel am Ende der nicht absehbare Verlust dreimal so hoch aus, wie man ursprünglich angenommen hat. Nun wird auch nicht mehr ausgeschlossen, weitere Vertragsarbeiter gehen zu lassen und die Produktion zu kappen.

Weitere Informationen:
Finanznachrichten.de



06.02.2009, München

HypoVereinsbank streicht 2500 Stellen

Wie bereits angekündigt streicht die deutsche Tochter der italienischen Großbank UniCredit bis 2010 mindestens 2500 Stellen

Das Ziel soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht werden und bis 2010 abgeschlossen sein. Grund für diese Maßnahme ist die sich noch weiter verschlechterte wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

Weitere Informationen:
Manager-Magazin

 

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